Mainfranken Theater Wuerzburg

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Mainfranken Theater Würzburg

Mainfranken Theater Wuerzburg

Würzburgs gamla teater från 1804, där Wagner var kördirigent 1833, förstördes helt 1945 och ersattes först 1966 av Mainfranken Theater Würzburg

Geschichte des Hauses

Julius Graf Soden gilt als Begründer des Würzburger Stadttheaters. Am 3. August 1804 eröffnete er mit dem Schauspiel Stille Wasser sind tief und legte damit den Grundstein für eine über 200 Jahre ungebrochen anhaltende, erfolgreiche Theatertradition in Würzburg. Erzherzog Ferdinand von der Toscana, der ab 1806 von Würzburg aus sein Großherzogtum regierte, förderte das Haus sehr, dennoch geriet es bald in finanzielle Nöte. Doch obwohl es immer wieder drastische Sparmaßnahmen gab – zuletzt im Jahr 2001 – hielten die Würzburgerinnen und Würzburger an ihrem Theater fest, so dass es nie zu einer endgültigen Schließung kam.

Immer wieder tauchen große Namen am Würzburger Theater auf: So begann der damals 19-jährige Richard Wagner hier seine Theaterkarriere als Chordirektor und Leiter der Pantomime im Jahre 1833. In dieser Zeit entstand seine erste Bühnenkomposition, ebenfalls in Würzburg hat er seine erste Oper Die Feen fertig gestellt und frühe Werke konzertant zur Aufführung gebracht. Der Virtuose und Komponist Niccolò Paganini – ein Teufelsgeiger, der wegen seiner brillanten Spieltechnik bereits zu Lebzeiten zur Legende wurde – kam ebenfalls für ein Gastspiel nach Würzburg.

Während das Würzburger Stadttheater den Ersten Weltkrieg noch glimpflich überstand, musste der Spielbetrieb im Zuge der Inflation 1923 und 1930 eingestellt werden. In den 20er Jahren wurden häufig moderne Stücke durch den Stadtmagistrat abgesetzt, so Bertholt Brechts Dreigroschenoper oder Frank Wedekinds Lulu. Als kulturellen Höhepunkt feierte Würzburg den Komponisten Richard Strauss, der hier im Jahre 1926 seine Oper Ariadne auf Naxos dirigierte.

Während des großen Fliegerangriffs durch englische Kampfbomber am 16. März 1945 wurde das Theatergebäude vollkommen zerstört. Doch die Kultur- und Theaterfreude der Würzburger Bevölkerung war ungebrochen. Bereits im Sommer 1945 kam es zu ersten privaten Theateraufführungen, zum Teil in den Ruinen, die als realistische Kulisse dienten. Später wurde die Turnhalle des Lehrerseminars zum „Theater am Wittelsbacher Platz“ umfunktioniert. 1966 schließlich öffnete der Theaterneubau auf dem Grund des einstigen Würzburger Bahnhofs mit Richard Wagners Oper Die Meistersinger von Nürnberg feierlich seine Türen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Würzburg und der gesamten Region Mainfranken begrüßten begeistert die Wiedereröffnung ihres Theaters, das als neuer kultureller Mittelpunkt ein Zeichen für die Überwindung einer schweren Vergangenheit darstellte und dessen Strahlkraft über das fränkische und bayerische Land hinaus wirkte.

DAS MAINFRANKEN THEATER HEUTE

Im Jahre 2001 stand das Würzburger Theater kurz vor dem Aus. Trotz einschneidender Sparmaßnahmen, die das Stadttheater seit 2001 vornehmen musste, gelang es in jeder Spielzeit einen abwechslungsreichen, vielseitigen und hoch ambitionierten Spielplan zu präsentieren. Seit der Spielzeit 2004/2005 leitet Intendant Hermann Schneider die künstlerischen Geschicke des Hauses und konnte im selben Jahr das 200-jährige Bestehen des mittlerweile zum „Mainfranken Theater Würzburg“ umbenannten Schauspiel- und Opernhauses feiern. Heute präsentiert sich das Theater als klassischer Dreisparten-Betrieb und prägt das kulturelle Leben der Stadt Würzburg und des Großraums Mainfranken entscheidend mit.

In den letzten Jahren konnte sich das Mainfranken Theater Würzburg insbesondere im zeitgenössischen Bereich überregional in ganz Deutschland profilieren. Immer wieder gelang es namhafte Künstler an das Mainfranken Theater Würzburg zu holen. So gab 2003 Katharina Wagner ihr Regiedebüt mit der Wagneroper Der fliegende Holländer. Im Jubiläumsjahr 2004 wurde Richard Wagners Frühwerk Die Feen in Würzburg zur Erstaufführung gebracht.

Mit der zeitgenössischen Produktion Goscior stand 2009/2010 eine Musicaluraufführung des Autoren und Komponisten Frank Felicetti auf dem Programm. Die Ballettcompagnie brachte den Ballettabend Medea/Der Feuervogel von Ballettdirektorin Anna Vita zur Uraufführung.

In der Spielzeit 2010/2011 stellte die Uraufführung von Michael Obsts Oper Die andere Seite (Libretto von Hermann Schneider), in der Regie von Stephan Suschke, ein ganz besonderes Glanzstück des Musiktheater-Programms dar. Gefolgt von Gerhard Stäblers konzertanter Aktion Letzte Dinge in der Augustinerkirche sowie der Uraufführung der Kantate Vom Anfang im Ende für Gesang, Schlagzeug, Orgel, Chor und Orchester im Rahmen des 1. Sinfoniekonzertes – Auftragswerk, das Stäbler für die Diözese Würzburg komponierte.

In Kooperation mit dem kroatischen Nationaltheater Zagreb wurde Richard Wagners Oper Parsifal unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor (GMD) Jonathan Seers und in der Regie von Kurt Josef Schildknecht auf die Würzburger Bühne gebracht. Die Ballettcompagnie widmete sich unter der Leitung von Ballettdirektorin Anna Vita Bram Stokers Dracula zur Musik von Philip Glass und Wojciech Kilar. Als Charakterstudie zeigte Vita die vertanzte Version von Menanders Komödie Dyskolos/Der Menschenfeind. Weiterhin gelangte in der Bearbeitung des Autors Klaas Huizing dessen Erfolgsroman In Schrebers Garten zur Uraufführung.

Unter dem Spielzeitthema „Fremde Heimat“ entstand 2011/2012 das Afrikaprojekt Les funérailles du désert in Zusammenarbeit mit den Autoren Lilith Jordan und Paul Zoungrana, welches vom Würzburger Schauspielensemble erstmals aufgeführt wurde. In einer neuen Choreografie von William Shakespeares Othello wandelte Ballettdirektorin Anna Vita auf den Spuren des berühmten Mohren von Venedig. Intendant Hermann Schneider führte nach Tannhäuser erneut Regie in einer Oper Richard Wagners und feierte mit Tristan und Isolde im Großen Haus Erfolge.

Die Spielzeit 2012/2013 stand unter dem Motto „machtSPIELE!“. Weit vorn in der Riege der machtversessenen Meister der psychologischen Kriegsführung standen William Shakespeares Macbeth und König Lear: Ersteren brachte das Mainfranken Theater als Musiktheater zur Musik Giuseppe Verdis auf die Bühne. König Lear inszenierte Stephan Suschke. Weiterhin wurde im Ballett Shakespeares Ein Sommernachtstraum von Youri Vámos aufgeführt. Die Ballettcompagnie präsentierte sich darüber hinaus mit gleich zwei Uraufführungen: Cyrano de Bergerac mit Musik von Wolfgang Amadé Mozart im Großen Haus und Der Besuch der alten Dame nach Friedrich Dürrenmatt mit Musik von Karl Amadeus Hartmann in den Kammerspielen des Mainfranken Theaters Würzburg.

Das Thema „VON GELD UND GÖTZEN“ stand als inhaltliche Klammer für die Spielzeit 2013/2014. Bekannte und weniger bekannte Werke in allen Sparten erhalten oder bildten in ihrer Wechselwirkung so einen Kontext, der anschaulich die zentralen Fragen der Gegenwart formuliert und vor allem sinnlich erfassbar macht. Mit der Inszenierung von Richard Wagners Oper Lohengrin reihte sich die Wagner-Stadt Würzburg in die Riege der Gratulanten zum 200. Jubiläum des Komponisten ein. Ab November wurde nach langer Zeit wieder ein Musical auf der Würzburger Bühne aufgeführt: Sunset Boulevard von Andrew Lloyd Webber. Im Februar stand mit Gioachino Rossinis Oper Die diebische Elster eine seiner mitreißendsten Kompositionen auf dem Programm. Richard Strauss´ Salome war ab April in einer Inszenierung von Alexander von Pfeil zu erleben. Mit Vincenzo Bellinis La Sonnambula war eines der bedeutendsten Zeugnisse der italienischen Romantik konzertant unter der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso zu hören. Das „liebe Geld“ war auch im Schauspiel durchgängiges Thema: Schauspieldirektor Stephan Suschke eröffnete mit Molières Komödie Der Geizige und beendete die Spielzeit ebenfalls mit einem „Klassiker“: Shakespeares Kaufmann von Venedig. Das Ballett präsentierte seinem Publikum einen Doppelabend: Roberto Scafati, Ballettdirektor des Theaters Ulm, brachte seine Choreografie von Lascia che accada zur Uraufführung. Anna Vita, Ballettdirektorin, zeigte ihre neue Choreografie Die Josephs-Legende zur Musik von Richard Strauss. Mit Dornröschen war im Mai eines der populärsten Schöpfungen des Klassischen Balletts mit Musik von Peter Tschaikowski zu erleben. Den krönenden Abschluss bildete die alljährliche Ballettgala, bei der auch dieses Mal wieder viele internationale Gäste zu waren.

Länktips

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Mozart Fest i Würzburg

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