Brucknerfest Linz

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Brucknerhaus Linz

Brucknerfest Linz

DAS BRUCKNERHAUS LINZ

Warum heißt das Brucknerhaus Brucknerhaus?

Lange schon, bevor das von vielen herbeigesehnte Linzer Konzerthaus tatsächlich gebaut wurde, stand bereits fest, wie es genannt werden würde: nach Anton Bruckner, dem bedeutendsten Komponisten Oberösterreichs…

Eine Konzerthalle für Linz war schon in der Zwischenkriegszeit im Gespräch und immer war, fast natürlich, der große Oberösterreicher als Namensgeber dabei. Nach dem Krieg nahm eine Gruppe von Linzer Persönlichkeiten (Fritz Rauch, Gerhard Schröder, Horst Stadlmayr, Hermann Kronsteiner)die Bemühungen für ein Brucknerhaus wieder auf. Es dauerte aber bis 1974, ehe das Brucknerhaus eröffnet werden konnte. Das einzig Feststehende in der gesamten Vorbereitungszeit war der Name „Bruckner“. Sein Werk bestimmte grundsätzlich auch die Programmierung des Internationalen Brucknerfestes ab 1974.

Geschichte des Brucknerhauses

Am 23. März 1974 wurde, in Anwesenheit der ”kulturellen Prominenz aus ganz Österreich, das Brucknerhaus mit einem Festakt eröffnet. Ein jahrzehntelanger Weg, von den ersten Wünschen der Bevölkerung über mehrmalige Anläufe in der Planung, war bis zu diesem Datum zurückgelegt worden.

Bereits in den Dreißigerjahren hatten die Linzer Konzertfreunde den Wunsch nach einer neuen Aufführungsstätte, sprich, einem Konzerthaus, geäußert. Zu jener Zeit fand das musikalische Leben der Stadt im Kaufmännischen Vereinshaus statt, das schon damals zu klein war.

Ein Jahrzehnt später gab es Krieg und dennoch große Pläne. Hitlers Konzept für den gigantomanischen Ausbau von Linz beinhaltete auch eine ”Brucknerhalle“. Mit dem Ende des 3. Reiches verschwanden auch die Pläne Albert Speers in den Schubladen.

Unverändert blieb aber der Wunsch, Musik in einem angemessenen Rahmen hören zu können. Es gab ein städtisches Symphonieorchester und mehrere sehr aktive Chöre (”Frohsinn“, „David-Chor“, „Domchor“). Besonders die Freunde Anton Bruckners setzten nun Taten und gründeten den ”Brucknerhaus-Verein”. Es fanden Spendenaktionen und Benefizkonzerte statt, Herbert von Karajan dirigierte für den guten Zweck in der Diesterwegschule, Wilhelm Furtwängler in der ESG-Remise. Auch die lokale Presse forderte vehement den Bau eines Konzerthauses.

Ende der Fünfzigerjahre stand der Entschluß der Stadt Linz fest, und es wurde ein Wettbewerb für die Errichtung einer Konzert- und Mehrzweckhalle ausgeschrieben. 1961 erhielt der finnische Architekt Heikki Siren den Auftrag. Als Standort wählte man das Areal zwischen Nibelungen- und Eisenbahnbrücke, das nach der Überschwemmung von 1954 als Hochwasserdamm aufgeschüttet worden war.

Einiges Wasser mußte noch die Donau hinabrinnen, ehe es zum Spatenstich, beziehungsweise zur Grundsteinlegung kam. Am 16. Mai 1969 war es dann soweit: Bundespräsident Franz Jonas und der damalige Bürgermeister von Linz, Theodor GriII, legten den Grundstein für unser Konzerthaus, das heute zu den bedeutendsten Europas gezählt wird.

Die Bauzeit dauerte von 1969 bis 1973. Im Herbst 1973 wurde der Probebetrieb aufgenommen, der Vorstand und die Bediensteten der 1971 gegründeten LIVA (Linzer Veranstaltungsgesellschaft m.B.H.) zogen ein. Wie bereits erwähnt, wurde das Brucknerhaus am 23. März 1974 feierlich eröffnet. Der „Paukenschlag“ folgte am Abend desselben Tages, als Herbert von Karajan mit den Wiener Philharmonikern Bruckners „Siebente“ erklingen ließ. Die Pforten des langersehnten Brucknerhauses hatten sich geöffnet.

Einige Daten zum Haus

 Veranstaltungen pro Jahr: ca. 200
 Eigenveranstaltungen: ca. 120
 Gastveranstaltungen: ca. 80
 Besucher: 180.000
 Besucher der Linzer Klangwolke: zw. 40.000 und 100.000

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