Nuernberg

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Staatstheater Nürnberg

Nuernberg

Nürnberg är den näst största staden i delstaten Bayern i Tyskland, med cirka 500 000 invånare i själva staden och cirka 1,3 miljoner i storstadsområdet.

Liebe Freundinnen und Freunde des Staatstheater Nürnberg,

„FÜR JEDEN EINE BÜHNE“ – das ist nun in der 8. Spielzeit das spartenübergreifende Motto des Staatstheaters. In einer Zeit, in der vermehrt und kontrovers über Einwanderung und Abgrenzung diskutiert wird, über diejenigen, die vermeintlich schon immer dazugehörten, und jene, die dazugehören wollen, aber von einigen nicht erwünscht sind, ist es uns als Kulturschaffende besonders wichtig zu betonen:

FÜR JEDEN EINE BÜHNE schließt JEDEN ein! JEDER ist eingeladen, an einem der größten und wunderbarsten Geschenke teilzuhaben, das sich eine Gesellschaft selbst machen kann, am Geschenk der Kunst, des Kunstgenusses und der Kunstfreiheit.

Kunst, vor allem die Theaterkultur vom Schauspiel über Tanz zu Konzert und Oper, lebt seit Anbeginn vom Austausch über Sprach-, Kultur- und Religionsgrenzen hinweg. Ihr innerstes Gebot und ihr Beweggrund ist die innere Freiheit, die sich die Künstler nehmen, um Bekanntes zu hinterfragen, Neues zu wagen, Ungewöhnliches zu verbinden, an Grenzen zu stoßen, aber auch Brücken zu schlagen.

Nach dem Ende der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten war es den Gründern der Bundesrepublik Deutschland ein zentrales Anliegen, der Kunst in Zukunft die äußere Freiheit zu garantieren und so die Kunstfreiheit sicherzustellen. Deshalb genießt die Kunst besonderen Schutz und erfährt eine öffentliche Finanzierung, die sie in weitem Maße frei macht von ökonomischen Zwängen und Einflussnahmen.

Glücklich eine Gesellschaft, die sich dies ins Grundgesetz geschrieben hat. Und von unserer Seite vielen Dank an Freistaat und Kommune für das Vertrauen und den Zuspruch; vor allem auch angesichts der Erkenntnis, dass der gesellschaftliche Konsens hierüber immer wieder neu hergestellt werden muss.

Lassen Sie uns in diesem Zusammenhang beispielhaft einige Projekte der Spielzeit 2015/2016 hervorheben: Das Schauspiel unter der Direktion von Klaus Kusenberg setzt sein in der letzten Spielzeit begonnenes internationales Projekt „TALKING ABOUT BORDERS – ÜBER GRENZEN SPRECHEN“ fort, das auf einem Dramenwettbewerb in Osteuropa basiert. 2016 wird der Wettbewerb in Aserbaidschan ausgetragen, das Siegerstück wird in Nürnberg uraufgeführt; flankiert wird die Premiere von einem Festivalprogramm, das, wie der Titel selbst, Grenzen und gesellschaftlichen Wandel thematisiert.

Eine wunderbare Verbindung über die Goldene Straße in unsere östliche Partnerstadt Prag schlägt die Staatsphilharmonie Nürnberg neben ihrem breit aufgestellten Programm mit ihrer CD-Gesamteinspielung der Sinfonien des bedeutendsten tschechischen Komponisten Antonín Dvořák unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Marcus Bosch.

Das Ballett schließt sein Programmangebot mit Choreographien von William Forsythe über Christian Spuck bis Goyo Montero mit einem besonderen Projekt ab: Zum ersten Mal wird Ballettdirektor Goyo Montero unter dem Titel „Projekt X“ ein Tanzprojekt zusammen mit Jugendlichen und seiner Compagnie erarbeiten und vorstellen. Damit rundet sich über alle Sparten hinweg das Angebot für Kinder und Jugendliche ab.

Die Oper ist weiterhin durch ihre zahlreichen internationalen Koproduktionen in Europa, vor allem mit Frankreich, vernetzt. Neu startet die Oper mit dem 1. Gesangswettbewerb „Die Meistersinger von Nürnberg“, der dank zahlreicher Unterstützer zukünftig zweijährlich stattfinden kann. Ein weiteres kulturelles Highlight, das den Namen Nürnbergs als Stadt der Meistersinger in die Welt hinausträgt und aus aller Welt Gesangskünstler nach Nürnberg einlädt.

Was wären all diese Vorhaben ohne unsere Zuschauer, ohne unsere Spielorte, ohne unsere neuen Werkstätten? Gewiss, eine rhetorische Frage: Dass der Publikumszuspruch seit Jahren wächst, nehmen wir immer wieder dankbar zur Kenntnis. Und über die neuen Werkstätten sind wir mehr als glücklich.

Bleibt die große gemeinsame Herausforderung, die Generationenaufgabe Opernhaussanierung samt Ausweichspielstätte zu stemmen. Hier sind wir alle gefragt: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staatstheaters, die Planer und Finanziers in Freistaat und Kommune, aber auch Sie, unser Publikum, und die Stadtgesellschaft, um gemeinsam für die Nachkommenden sicherzustellen, dass auch in Zukunft in Nürnberg für die Metropol-region vielfältiges, buntes, kontroverses, überraschendes Theater gemacht werden kann.

WIR GEBEN JEDEM EINE BÜHNE!

Peter Theiler
Staatsintendant

Christian Ruppert
Geschäftsführender Direktor

Länk till Staatstheater Nürnberg

 

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