Radebeul

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Radebeul

Radebeul är en stad i östra Tyskland, belägen i Landkreis Meissen i förbundslandet Sachsen, omkring 10 km nordväst om storstaden Dresdens centrum.

Radebeul – In English

Radebeul – Travel Guide

Wir über uns

Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen.

Liebes Publikum!

Ändere die Welt, sie braucht es. Doch wie fängt man das an. Wieviele Illusionen haben wir uns an den Schuhsohlen abgelaufen. Wieviele Ideen haben sich in Luft aufgelöst. Wieviele Pläne sind
gescheitert. Woher den Mut nehmen, wieder und wieder zu beginnen und zu sagen: Ändere die Welt, sie braucht es. Doch wie fängt man das an. Wo sind die Utopien von heute?

Gebt mir einen festen Punkt, und ich hebe die Erde aus den Angeln. Was aber ist der feste Punkt. Was ist ein Ausgangspunkt. Was steht fest. Was ist bewiesen. Was ist der Anfang. Ist es das Wort. Ist es der Gedanke. Ist es die Tat. Soviele Fragen. Sowenig Antworten. Ändere die Welt, sie braucht es. Doch wo fängt man an. Bei den Anderen. Beim Nächsten. Beim Geliebten. Fordere, erziehe, drohe, bestrafe – du wirst ihn oder sie vielleicht erreichen, den oder die Nächsten. Aber wirst du sie ändern. Du kannst nur ändern, was du kennst: Kennst du den nächsten. Willst du ihn kennen. Wenn du wen kennst, dann vielleicht dich. Oder sag wenigstens, du willst dich kennenlernen. Wenn du dich änderst, änderst du auch schon die Welt. Das ICH ist unsere große Werkbank. An der haben wir zu schuften. Da feiern wir unsere größten Erfolge. Aber wie das anfangen. Wie das lernen. Wo ist das Beispiel. Wo sind die Lehrer. Das Theater kreist ums ICH. Um den Charakter, um das Unverwechselbare am Menschen. Auf der Bühne sucht man nach dem, was den Menschen ausmacht. Ein Ich zu haben, das ist, was uns von der Ameise unterscheidet. Wo aber steckt das Ich. Im Namen? Das hieße dann, man wechselte sein Ich, wenn man den Namen wechselt. Wäre es ein anderes Ich geworden, wenn die Eltern dem Kind den anderen Namen gegeben hätten? Verändert sich das Ich durch einen Ehenamen? Nein. Nicht wirklich. Steckt das Ich im Äußeren. Mancher glaubt das und malt an sich herum, kürzt Haare und verlängert sie, begradigt Nase und Wangen, bläst Lippen auf, saugt Fett ab. Der Spiegel zeigt ein andres Ich vor. Doch er lügt. Was dann. Wo steckt das Ich? Die individuelle Entscheidung macht das Wesen aus. Faul sein, wenn man es will. Etwas fallen lassen. Etwas Neues beginnen. Etwas Unerwartetes tun. Sich umentscheiden. Sich neu erfinden. Und siehe da: Das ist auch der Beruf des Rollenspielers. Sich verwandeln. Ein neues Ich kreieren. Und so üben die auf der Bühne für uns, die wir unten sitzen, für das Spiel des Lebens. Und wir üben mit. In unserem Kopftheater spielen wir die Welt mit durch.
Das Theater lädt Sie ein auf die Entdeckungsreise zu unserem Ich. Hinter allen Masken, unter den Farbschichten und Grimassen tritt es auf der Bühne nackt und bloß und wund hervor. Unser Ich. Das Ich des Menschen. Das meint Shakespeare, wenn er sagt, die Schauspieler sind der Brennspiegel und die abgekürzte Chronik der Zeit. Lassen Sie sich auf das Wagnis ein. In einer Nussschale erkennt man die Welt. Sie bekommen Arbeit für Ohren und Augen und Ihre grauen Zellen werden in Schwingung gebracht. Vor allem aber werden Sie eingeladen zu lachen, zu weinen, zu fühlen. Und staunend sitzen wir im Dunkel des Theaters und ahnen: Der Stein der Weisen ist ein zuckender Muskel.

Willkommen in der wunderbaren Welt des Spiels!

Willkommen zur Spielzeit 2015/16 mit dem Motto «Utopien»!

Ihr
Manuel Schöbel
Intendant

Länk till Landesbühnen Sachsen

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