Rheinsberg

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Kammeroper Schloss Rheinsberg

Rheinsberg

Rheinsberg är en stad i distriktet Landkreis Ostprignitz-Ruppin i delstaten Brandenburg i Tyskland.

Rheinsberg – In English

Rheinsberg – Castle

Operafestspel

Geschichte

1990: Die Gründung des Kunst- und Kulturvereins Rheinsberg am 8. September ist die Geburtsstunde des Festivals.

1991: Mit der legendären Inszenierung der Matthus-Oper „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke” beginnt die Erfolgsgeschichte des Festivals. Im Heckentheater steht Mozarts „Gärtnerin aus Liebe” auf dem Spielplan. Fortan wird es alle zwei Jahre eine Mozart-Oper geben. Prof. Claudia Eder, Sängerin und Musikpädagogin aus Mainz, leitet den ersten Meisterkurs am neuen alten Musenhof und ist dem Festival bis heute verbunden.

1992/1993: Mit „Ein Sommernachtstraum” (Benjamin Britten) und „Die Heimkehr des Odysseus” (Claudio Monteverdi) gibt es zwei weitere spektakuläre Inszenierungen auf der Schlossinsel, dem Areal zwischen Schloss und Grienericksee. 1993 weihen die Sänger des Meisterkurses mit einem Mozart-Abend den Spiegelsaal im Schloss als Konzertsaal für die Kammeroper ein.

1994: Erstmals wird die Schlosstheaterruine Kulisse für Opernaufführungen: Die beiden Einakter „Vom Fischer un syner Frau” von Othmar Schoeck und „Angélique” von Jacques Ibert werden von 3sat aufgezeichnet. Im Heckentheater inszeniert John Dew „Montezuma” von Carl Heinrich Graun ohne Bühnenaufbauten, dafür in eindrucksvollen goldfarbenen Kostümen. Bis heute unvergessen!

Erstmals gibt es eine Inszenierung in der St. Laurentiuskirche. „Das Spiel von Körper und Seele”, eine geistliche Oper von Emilio de Cavalieri und eine der ersten Opern überhaupt, findet hier einen idealen Aufführungsort.

1995: Bewerberrekord. 554 Sängerinnen und Sänger aus 25 Ländern nehmen am Gesangswettbewerb teil.

Christian Thielemann dirigiert „Ariadne auf Naxos” von Richard Strauss. Aufführungsorte: Schlosshof und Schlossinsel.

In der Ruine des Schlosstheaters erklingen Ausschnitte aus Mozarts „Zauberflöte”. Der legendäre Opernregisseur August Everding erarbeitet mit den jungen Sängern diese Szenen.

1996: Erste internationale Koproduktion: „Walder” von Georg Benda wird in Zusammenarbeit mit der schwedischen Vadstena-Akademie erarbeitet und sowohl in Vadstena als auch in Rheinsberg aufgeführt.

Erstmals beginnt das Festival mit einer Operngala.

Uraufführung im Schlosshof: Fünf junge Komponisten haben zusammen „Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern” von Peter Hacks (nach einem Text von Goethe) vertont.

Erste Operette: „Komm in die Gondel” ist der Titel für Szenen aus „Eine Nacht in Venedig” von Johann Strauß. Die Gondeln gleiten auf dem Rhin entlang.

1997: Die internationale Zusammenarbeit wird fortgesetzt. Partner ist diesmal die Britten-Pears-School. Benjamin Brittens Oper „Albert Herring” wird im Rheinsberger Heckentheater mit den jungen Musikern aus England aufgeführt. Am Rhin – zwischen Marstall und Schloss – erklingt „Undine” von E.T. A. Hoffmann. Eine zauberhafte Spielstätte für diese Zauberoper.

1998: Das Jahr der Gastspiele. Stockhausens „Am Himmel wandre ich”, die Inszenierung aus dem Jahr 1997, „wandert” nach Leipzig und zum Schleswig-Holstein Festival. Die Kammeroper veranstaltet eine Musical-Gala im Gestüt Neustadt-Dosse. In St. Petersburg wird die Matthus-Oper “Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke” mit Sängern der Kammeroper aufgeführt.

Kooperationspartner des Jahres ist das Opernhaus in Toronto (Kanada). Dort gibt es ein Vorsingen im Rahmen des Wettbewerbs.

Die Operngala findet auf Grund der großen Resonanz zweimal statt.

1999: Die Operngala findet von nun an dreimal statt. Die Petersburger „Cornet” – Inszenierung erhält in Moskau die „Goldene Maske”, den höchsten russischen Theaterpreis.
Die Kammeroper fördert in Zusammenarbeit mit der Vera und Volker Doppelfeld Stiftung eine behinderte junge Sängerin. Die Aufführung der Mono-Oper „Die menschliche Stimme” von Francis Poulenc mit der blinden Sopranistin Gerlinde Sämann wird ein großer Erfolg.

Partnerland ist Österreich. In der Festivalleitung gibt es einen Wechsel: Rainer Schwarz wird Festivalmanager und Geschäftsführer.

Jahreswechsel 1999 – 2000: Einweihung des wieder aufgebauten Schlosstheaters mit der Uraufführung der Matthus-Oper „Kronprinz Friedrich”. Dirigent Rolf Reuter, Regisseur Götz Friedrich, Sänger der Kammeroper und die 14 Berliner Flötisten.

2000: Erstmals gibt es zum Auftakt eine konzertante Aufführung: „Werther” von Massenet in Kooperation mit der Philharmonie Baden-Baden unter Leitung von Werner Stiefel. Rheinsberg kooperiert dem Schlesischen Musikfestival „Die Verständigung” in Wroclaw, Polen, und vergibt einen Sonderpreis.

Wiederaufnahme der Oper „Kronprinz Friedrich” im Festivalsommer.

2001: Highlight des Sommers: „Der unendliche Gesang des Orpheus” – musikalische Wanderung durch den Rheinsberger Schlosspark mit dem Finale „Orpheus in der Unterwelt” im Schlosstheater. Regie: Ursel und Karl-Ernst Hermann.

„Kronprinz Friedrich” wird aufgrund der großen Publikumsresonanz erneut im Schlosstheater aufgeführt.

Ausschreibung zur I. Rheinsberger Opernwerkstatt junger Komponisten und Librettisten

2002: Der Gesangswettbewerb findet in Berlin und in Sankt Petersburg statt.
Zum Festivalauftakt erklingt konzertant die Oper „Iphigenie in Aulis” von Christoph Willibald Gluck. Beginn der Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Braunschweig.

Anlässlich des 200. Todestages von Prinz Heinrich gibt es die Uraufführung des von Anton Perrey geschriebenen Stücks „Iphigenie in Rheinsberg oder Prinz Heinrich inszeniert eine Oper” mit Musik aus „Iphigenie auf Tauris” von Gluck. Angelica Domröse inszeniert und spielt Prinz Heinrich. Ein großer Erfolg, so dass kurzfristig eine zusätzliche Aufführung angesetzt wird.

2003: Wettbewerbs-Vorsingen in New York, speziell auch für die konzertante Aufführung von Gershwins „Porgy and Bess” zum Festivalauftakt. Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Braunschweig.

Die Opernwerkstatt junger Komponisten und Librettisten wird mit zwei Probenphasen (Februar in Rheinsberg, Dezember in Berlin) fortgesetzt.

Die Stiftung Vera und Volker Doppelfeld den Förderpreis „Kammeroper Schloss Rheinsberg”. Die Preisträger sind: Marco Jentzsch, Ulrike Mayer, Anna-Clara Carlstedt. Diese private Stiftung hilft noch sieben weitere Jahre mit dem Förderpreis jungen Sängerinnen und Sängern der Kammeroper ihre Ausbildung zu vervollkommnen.

2004: Die Kammeroper gastiert mit einer Operngala bei Classic Open Air auf dem Berliner Gendarmenmarkt. Kurt Masur dirigiert. Über 6000 Besucher kommen. In Rheinsberg inszeniert Harry Kupfer die Händel-Oper „Otto und Theophanu” im Schlosstheater. Alle Vorstellungen sind ausverkauft. Im Heckentheater ist Mozarts „Zauberflöte” der Publikumsrenner.

Ein großer Erfolg wird die Uraufführung der sechs Szenen junger Komponisten der I. Rheinsberger Opernwerkstatt unter dem Titel „Vielleicht war ich ein Azteke”. Damit ist es gelungen, das neue Projekt – die Förderung junger Komponisten und Librettisten – durchzusetzen.

2005: Die Kammeroper feiert 15jähriges Jubiläum. Wettbewerbsort ist diesmal neben Berlin auch Athen. Erstmals kommen Sänger, deren Karriere in Rheinsberg begann, zurück, um ein Benefizkonzert für ihre jungen Kollegen zu geben. „Von Rheinsberg an die MET” – der Titel ist Programm, die Publikumsresonanz so groß, dass kurzerhand die Generalprobe öffentlich gemacht wird.

Nun „singt” sogar der See am Schloss. Das Publikum lauscht auf den Fahrgastschiffen, die vor dem Schloss auf Position gehen, den Abend- und Volksliedern, die vom Ufer aus erklingen. „Der Singende See” – das gibt es seither wohl nur in Rheinsberg.

Die II. Opernwerkstatt stellt Szenen wiederum aus sechs neu entstehenden Werken im Schlosstheater vor.

2006: Das Festival wird im Beisein von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, des Stellvertretenden Ministerpräsidenten Jörg Schönbohm und Ministerin Prof. Johanna Wanka festlich eröffnet.

In Kooperation mit dem Nationaltheater Prag erlebt die Oper „Antigona” von Josef Myslivecek ihre deutsche Erstaufführung. Im Herbst wird die Inszenierung mit den Sängern der Kammeroper am Nationaltheater Prag gezeigt.

Der Beitrag zum Mozart-Jahr sind im August die Aufführungen von „Così fan tutte”, bei denen erstmals das RIAS-Jugendorchester in Rheinsberg spielt.

Die Rheinsberger Opernwerkstatt wird mit einem Workshop fortgesetzt.

2007: Ausverkaufter Auftakt mit Webers „Freischütz”. Großen Anklang findet auch die musikalische Parkwanderung „Auf der Suche nach dem Liebestrank” verbunden mit Donizettis Oper „Der Liebestrank” im Schlosstheater.

Mit dem Bariton Aris Argiris starten die „Benefiz-Recitals” zugunsten der Kammeroper. Solisten werden fortan „ehemalige” Rheinsberger Sänger sein.

12. August: Das Benefizkonzert des Bundespräsidenten im Land Brandenburg findet bei der Kammeroper Schloss Rheinsberg statt. Preisträger der Kammeroper und die Brandenburger Symphoniker unter Leitung von GMD Michael Helmrath bieten mit Duetten des Belcanto ein hochkarätiges Programm. Bundespräsident Horst Köhler trägt sich in das Goldene Buch ein.

8. Dezember: Im Hafendorf Rheinsberg wird im Beisein von Ministerpräsident Matthias Platzeck und mit einem Gala-Konzert der Kammeroper die Siegfried Matthus Arena eingeweiht und steht seither während der Festivalzeit als Ausweichspielstätte zur Verfügung.

2008: So „bunt” war die Länderliste noch nie. Preisträger aus 16 Ländern sind vertreten, darunter erstmals ein Sänger aus Indien: Amar Muchhala. Er singt die Partie des Georg in Boieldieus Oper „Die Weiße Dame”. Den Aufführungen dieser selten gespielten Oper im Schlosstheater folgt eine nächtliche Parkwanderung mit Spukgestalten aus Opern.

Die erste Rheinsberger Sängernacht beginnt am frühen Abend mit Konzerten im Schlosstheater und im Spiegelsaal sowie im Park und endet mit einem großen Musik- und Lichtspektakel am dem Schloss gegenüber liegenden Seeufer.

Das Heckentheater feiert 250. Geburtstag. Die Kammeroper verwandelt es in einen Palast für Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail”.

Nach langjähriger Restaurierung steht der Schlosshof wieder für die Operngala zur Verfügung.

Unter dem Titel „Sehnsüchte” sind die Ergebnisse der III. Rheinsberger Opernwerkstatt zu sehen.

2009: Die Kammeroper ist erneut Gast bei Classic Open Air auf dem Berliner Gendarmenmarkt – diesmal mit Szenen aus Bizets „Carmen”.

Im Schlosstheater steht Benjamin Brittens tragisch endende Oper „Der Raub der Lukrezia” auf dem Plan. Wie einst im antiken Athen wird dem Publikum aber nach der Tragödie ein Satyrspiel zum heiteren Abschluss des Opernabends geboten. Man wandert dazu in den Schlosshof.

Zum zweiten Mal gibt es die Rheinsberger Sängernacht – diesmal mit der weltberühmten Sopranistin Anja Silja als Stargast.

Kooperationspartner ist das Kammermusiktheater Sankt Petersburg. Dessen Künstlerischer Leiter und international renommierte Regisseur Yuri Alexandrov inszeniert im Heckentheater Tschaikowskys „Eugen Onegin”.

2010: 20 Jahre Kammeroper. Der Jubiläumssommer beginnt heiter mit der halbszenischen Aufführung der Operette „Frau Luna” von Paul Lincke in einer speziellen Rheinsberger Fassung.

Beim Sängerfest zum Jubiläum gibt es gleich vier Programme unterschiedlichster Art an einem Abend, darunter die deutsche Erstaufführung der Oper „Fewej” des russischen Komponisten Wassili Paschkewitsch nach einem Libretto von Katharina II., die Wiederaufnahme von „Iphigenie in Rheinsberg oder Prinz Heinrich inszeniert eine Oper” diesmal inszeniert von Frank Matthus, der auch den Prinzen Heinrich spielt.

Wettbewerbsort ist neben Berlin die Oper in Stockholm.

2011: Für Monteverdis „L’ incoronazione di Poppea” verlegt Regisseurin Arila Siegert die Bühne in die Mitte des Schlosstheatersaales. Die jungen Musiker des Ensembles „Concerto +14″ begleiteten – verteilt im Saal – die Sänger auf historischen Instrumenten.

Für Telemanns musikalisches Lustspiel „Pimpinone” wird erstmals der Billardsaal des Schlosses zur Spielstätte.

Wettbewerbsorte sind Berlin und Sankt Petersburg.

2012: „300 Jahre Friedrich der Große” ist das Thema des Jahres. Dazu gibt es mit „Kronprinz Friedrich” von Festivalchef Siegfried Matthus die passende Oper. Regisseur Kay Kuntze bringt eine eindrucksvolle Neuinszenierung auf die Bühne des Schlosstheaters. Im Spiegelsaal des Schlosses erklingen „Friedrichs Opernträume”.

Für die Inszenierung von Mozarts „Die Hochzeit des Figaro” hat die Kammeroper den international gefragten Regisseur und Bühnenbildner Marco Arturo Marelli verpflichtet.

Der Wettbewerb findet Berlin und in der Kammeroper Wien statt.

2013: Wagner-Jahr! Im Schlosstheater zeigt die Kammeroper einen „Tannhäuser” – allerdings nicht den vom Meister Wagner, sondern eine Parodie von Johann Nepomuk Nestroy, für die Carl Binder einst die Musik schrieb. Ein Riesenspaß für das Publikum.

Erstmals seit 10 Jahren wird im Schlosshof mit Rossinis „Der Barbier von Sevilla” wieder große Oper gespielt.

Die Kammeroper trauert um ihren langjährigen Geschäftsführer Rainer Schwarz.

2014: Im April feiert Festivalgründer Siegfried Matthus 80. Geburtstag. Zum Auftakt seiner letzten Saison als Künstlerischer Leiter erklingt eine seiner bedeutendsten Opern: „Judith”. Der konzertanten Aufführung geht ein Festakt zu Ehren des Jubilars voraus, bei dem Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst die Laudatio hält.

Wie im Jahr zuvor ist Sankt Petersburg zweiter Wettbewerbsort, denn geplant war, zwei Opern nach Texten von Alexander Puschkin in Rheinsberg und im Kammermusiktheater Sankt Petersburg aufzuführen. Durch den politischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine gelingt diese Kooperation nicht. Die beiden Einakter „Mozart und Salieri” von Nikolai Rimski-Korsakow sowie „Mavra” von Igor Strawinsky können aber im Rheinsberger Schlosstheater mit russischen Sängern aufgeführt werden.

Die Fusion der Kammeroper Schloss Rheinsberg und der Musikakademie Rheinsberg zur Musikkultur Rheinsberg gGmbH wird vollzogen. Dr. René Serge Mund wird Geschäftsführer.

Im August – nach der letzten Aufführung von Mozarts „Zauberflöte” im Heckentheater – übergibt Siegfried Matthus den symbolischen Schlüssel an den Nachfolger. Sein Sohn Frank Matthus ist ab 1. September Künstlerischer Direktor der Kammeroper Schloss Rheinsberg.

Alle Aufführungen – siehe: Chronik

Kammeroper Schloss Rheinsberg

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